Was gibt es zu sagen:
Es wird besser.
Noch vor wenigen Wochen war ich jeden Abend mehrmals Richtung Toilette unterwegs.
Mittlerweile ist es maximal einmal am Abend und das beste:
Nicht mehr jeden Abend. Es gibt Wochen, da bin ich nur zwei Mal "dabei"
Ich mache viel Sport, arbeite viel, lerne noch mehr als eh schon.
Und es tut gut.
Beschäftigung tut gut.
Essen planen hilft sehr viel.
Nicht aufgeben.
Es wird besser werden.
<3
Sonntag, 7. Juli 2013
Montag, 6. Mai 2013
15
Ach, ich sollte aufhören, Essen zu kaufen.
Die Angst vor Essen nimmt wieder zu.
wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, kann ich essen und es drin behalten, mich gut fühlen.
Wenn ich alleine bin, dann...dann ist es irgendwann weg. Ihr wisst schon wo.
Und bevor ich das ganze Geld wieder nur erbreche, sollte ich einfach aufhören, Geld dafür auszugeben.
Ich habe mal wieder ein niedriges Gewicht erreicht. Und ich möchte noch weniger.
Alleine deshalb würde es sich dafür lohnen.
Ich habe mir jetzt ein Belohungssystem an die Wand gehängt.
Jeden Tag, den ich mich nicht erbreche, darf ich einen Stern an meine Tabelle kleben.
Wenn ich 15 Sterne erreicht habe, kaufe ich mir was tolles. Entweder ein neues Kleid oder eine neue Hose. Mal sehen, worauf ich später Lust habe.
Hoffen wir mal, dass es klappt!
Heute zumindest nicht.
Aber morgen.
Morgen ganz bestimmt.
Die Angst vor Essen nimmt wieder zu.
wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, kann ich essen und es drin behalten, mich gut fühlen.
Wenn ich alleine bin, dann...dann ist es irgendwann weg. Ihr wisst schon wo.
Und bevor ich das ganze Geld wieder nur erbreche, sollte ich einfach aufhören, Geld dafür auszugeben.
Ich habe mal wieder ein niedriges Gewicht erreicht. Und ich möchte noch weniger.
Alleine deshalb würde es sich dafür lohnen.
Ich habe mir jetzt ein Belohungssystem an die Wand gehängt.
Jeden Tag, den ich mich nicht erbreche, darf ich einen Stern an meine Tabelle kleben.
Wenn ich 15 Sterne erreicht habe, kaufe ich mir was tolles. Entweder ein neues Kleid oder eine neue Hose. Mal sehen, worauf ich später Lust habe.
Hoffen wir mal, dass es klappt!
Heute zumindest nicht.
Aber morgen.
Morgen ganz bestimmt.
Sonntag, 5. Mai 2013
14
"but you really shouldn’t get this fucked up."
ich bin immer noch da, abgefuckt und vielleicht werde ich nie wieder ganz.
Montag, 8. April 2013
13
Tja, Ferien sind so eine Sache.
Eigentlich ganz nett, aber eigentlich auch langweilig.
Ich bin keine Frau, die zich Freundinnen hat und jeden Tag mit jemand anderem einen Kaffee trinkt.
Ich bin ziemlich langweilig. Mir genügt ein Tag mit einer großen Tasse Tee, einem Buch, Musik, wahlweise ein bisschen TV, etwas schönes Essen. Ich brauche keine große Konversation, ich brauche keine Dauerbespaßung von anderen Menschen.
Ich bin mir selbst genug.
Dann wiederum möchte ich mich mit jemandem unterhalten, mit dem Auto irgendwo hin fahren, ein paar Cafes besuchen, in fremde Gesichter lächeln.
Dann bin ich mir selbst genug, trotzdem gebe ich Menschen Platz in "meinem" Feld.
Bei meinen Eltern ist es schwierig. Sie sind einfach und unterfordern mich. Sie greifen mich an, meinen Freund, ich muss kämpfen mit Worten und weiß, dass ich sie nie überzeugen kann. Weder von mir noch von meinem Freund. Nun ja. Morgen fahre ich wieder nach Hause. Bei meinen Eltern bin ich nicht zu Hause. Hier bin ich ein Gast, der zu Besuch ist.
Ich freue mich auf meine Wohnung, auf mein Leben. Das nicht in das Observationsgebiet meiner Eltern fällt. Ich möchte nicht beurteilt werden für meinen Lebensstil, für meine Ansichten und erst Recht nicht für meinen Freund.
Eltern. Man bleibt eben immer das Kind. Auch mit 22.
Eigentlich ganz nett, aber eigentlich auch langweilig.
Ich bin keine Frau, die zich Freundinnen hat und jeden Tag mit jemand anderem einen Kaffee trinkt.
Ich bin ziemlich langweilig. Mir genügt ein Tag mit einer großen Tasse Tee, einem Buch, Musik, wahlweise ein bisschen TV, etwas schönes Essen. Ich brauche keine große Konversation, ich brauche keine Dauerbespaßung von anderen Menschen.
Ich bin mir selbst genug.
Dann wiederum möchte ich mich mit jemandem unterhalten, mit dem Auto irgendwo hin fahren, ein paar Cafes besuchen, in fremde Gesichter lächeln.
Dann bin ich mir selbst genug, trotzdem gebe ich Menschen Platz in "meinem" Feld.
Bei meinen Eltern ist es schwierig. Sie sind einfach und unterfordern mich. Sie greifen mich an, meinen Freund, ich muss kämpfen mit Worten und weiß, dass ich sie nie überzeugen kann. Weder von mir noch von meinem Freund. Nun ja. Morgen fahre ich wieder nach Hause. Bei meinen Eltern bin ich nicht zu Hause. Hier bin ich ein Gast, der zu Besuch ist.
Ich freue mich auf meine Wohnung, auf mein Leben. Das nicht in das Observationsgebiet meiner Eltern fällt. Ich möchte nicht beurteilt werden für meinen Lebensstil, für meine Ansichten und erst Recht nicht für meinen Freund.
Eltern. Man bleibt eben immer das Kind. Auch mit 22.
Freitag, 29. März 2013
12
Entschuldigt bitte, dass ich in letzer Zeit so wenig schreibe.
Aber ich habe eine Woche Urlaub mit meinem Freund gemacht, und bin jetzt zwei Wochen bei meinen Eltern. Ich vergesse euch nicht!
Aber ich möchte einfach nur meine Ferien genießen.
Bis in zwei Wochen ihr lieben! :)
Aber ich habe eine Woche Urlaub mit meinem Freund gemacht, und bin jetzt zwei Wochen bei meinen Eltern. Ich vergesse euch nicht!
Aber ich möchte einfach nur meine Ferien genießen.
Bis in zwei Wochen ihr lieben! :)
Dienstag, 19. März 2013
11
Es ist in meinen Texten nachzulesen, ich frage mich
Wie lang man braucht, um sich aus der Namenlosigkeit zu lösen
Sich und sein Wesen zu offenbarn
Wo bleibt die Antwort auf die Frage die noch offen war?
Allein dieser Umstand nimmt uns schon die Illusion
Man sehnt sich nach Ruhm, Sensation will Fusion
Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen
Die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
Geblendet vom Szenario erkennt man nicht
Die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht
Freundeskreis - wenn der Vorhang fällt
Wie lang man braucht, um sich aus der Namenlosigkeit zu lösen
Sich und sein Wesen zu offenbarn
Wo bleibt die Antwort auf die Frage die noch offen war?
Allein dieser Umstand nimmt uns schon die Illusion
Man sehnt sich nach Ruhm, Sensation will Fusion
Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen
Die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
Geblendet vom Szenario erkennt man nicht
Die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht
Freundeskreis - wenn der Vorhang fällt
Mittwoch, 13. März 2013
10
Endlich, endlich sind all die furchtbaren Klausuren und Laborprüfungen überstanden. Wurde aber auch langsam mal Zeit!
Entschuldigt, dass ich so lange nicht hier war, ich habe trotz allem eure Blogeinträge gelesen und eure Kommentare mit Freude gelesen.
Was gibt es neues zu berichten?
Tja, das Essen...ähm...es landet immer noch all abendlich in der Toilette.
Am Anfang dachte ich, ich hätte den Dreh raus: Frühstücken, damit man nicht gleich um 10 in ein Hungerloch und damit in einen eventuellen Essanfall fallen könnte. Mittags Obst und Gemüse gegessen, nachmittags eine Kleinigkeit, versucht, den Blutzucker konstant zu halten.
Und trotzdem passierte es jeden Abend: ich kam heim, hatte keinen Hunger und habe trotzdem alles in mich reingeschaufelt, was der Kühlschrank hergab. wenn ich abends im Supermarkt durch die Gänge streife, nach einer Kleinigkeit zu essen, weiß ich ganz genau: es wird wieder den Abend nicht in meinem Körper verbringen. Warum gehe ich dann eigentlich noch einkaufen?
Jeden Abend dieses schlechte Gewissen, dass man Geld zum Fenster hinaus wirft und dass es nicht gut für den Körper ist. Und jeden Tag den Freund anlügen, dass alles in Ordnung ist und es einem "blendend" geht.
Meine Eltern werden auch permanent angelogen: wenn gefragt wird, wie es mir geht, dann kommt ein: "ach, ganz gut, ich bin nur müde, die Klausurenphase ist heftig". Mama nickt und wünscht mir viel Glück, Papa sagt, er denke an mich.
und ich fresse mich abends voll und frage mich, was wäre, wenn sie alle die Wahrheit wüssten.
Würde ich dann überwacht werden? Würde man mich mit Samthandschuhen anfassen?
Würden meine Eltern beginnen, Essen vor mir zu verstecken?
Darüber habe ich heute nachgedacht und kam zu folgendem Schluss:
Mein Freund wäre sehr besorgt. Er würde mir unter die Arme greifen, wo er nur könnte. Aber mein Freund hat eine ganz bezaubernde Eigenschaft: Er kann einem helfen und dabei so viel Freiheit lassen, dass man überhaupt nicht merkt, dass er einem sacht die Flügel stützt. Das wichtigste dabei: Er würde mich keine Sekunde kontrollieren. Und er hat mich in all den Jahren noch nicht einmal unter Druck gesetzt.
Warum also verschweige ich es vor ihm?
Meine Eltern...na ja. Meine Eltern. Das ist schon schwieriger.
Meine Schwester ist psychisch sehr krank, hatte schon einen Klinikaufenthalt und kann schwer mit dem Alltag und ihrem Freund umgehen. Wenn meine Mutter mit mir telefoniert oder eine E-Mail von ihr ankommt, gibt es einige Sätze, die immer darin vorkommen: "Ach, deiner Schwester geht es so schlecht. Ich wünsche mir oft, wir hätten es früher bemerkt. Die Leute fragen so oft nach ihr." Oder anders ausgedrückt: Deine Schwester ist krank im Kopf, das wird ihr die Zukunft versauen und die Dorftmeute denkt, wir wären eine verkorkste Familie.
Ich denke oft, meine Krankheit ist vererbt: Meine Mutter hat Depressionen mit Angststörungen, meine Schwester hat Depressionen + Angststörungen + teilweise Borderline und ich..na ja, ich habe Bulimie und einen ungeheuren Selbstzerstörungsdrang. Sag da mal einer, dass sowas nicht vererbt sein kann.
Würde ich meinen Eltern sagen, dass auch ich psychische Probleme habe, dann wäre die Liste an Selbstvorwürfen bei den Eltern unendlich lang. Beide Kinder krank, beide Kinder psychisch krank, beide Kinder verkorkst. Keine Zukunft, redende Leute. Ich möchte mir nicht ausmalen, was da für eine Welt zusammen brechen würde.
Ich denke oft, ich sollte das Thema alleine mit meinem Freund durchziehen und meinen Eltern davon erzählen, wenn ich wieder gesund bin.
Aber dann hätte ich ihr Vertrauen komplett missbraucht und das würde sie auch in Grund und Boden drücken.
Manchmal weiß ich nicht, wohin mit all meinen Sorgen, mit all der Angst, mit all diesen Ungewissheiten, die man nur als Essgestörte kennt. Niemand, der einem über das Haar streicht und sagt, dass es in Ordnung war, Kekse zu essen. Immer dieser Kampf alleine gegen sich, mit sich, verlieren oder gewinnen.
Ich weiß nicht, wohin mit mir. Mit meiner Krankheit. Keiner will sie mit mir teilen. Alle können darüber reden, aber keiner will mich an die Hand nehmen.
Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als jeden Abend wieder aufs neue mit mir aufs Feld zu ziehen, mich im Abschaum meiner Seele zu wälzen und vor dem Schlafen gehen den Rest meiner Würde sanft zu bedecken.
Entschuldigt, dass ich so lange nicht hier war, ich habe trotz allem eure Blogeinträge gelesen und eure Kommentare mit Freude gelesen.
Was gibt es neues zu berichten?
Tja, das Essen...ähm...es landet immer noch all abendlich in der Toilette.
Am Anfang dachte ich, ich hätte den Dreh raus: Frühstücken, damit man nicht gleich um 10 in ein Hungerloch und damit in einen eventuellen Essanfall fallen könnte. Mittags Obst und Gemüse gegessen, nachmittags eine Kleinigkeit, versucht, den Blutzucker konstant zu halten.
Und trotzdem passierte es jeden Abend: ich kam heim, hatte keinen Hunger und habe trotzdem alles in mich reingeschaufelt, was der Kühlschrank hergab. wenn ich abends im Supermarkt durch die Gänge streife, nach einer Kleinigkeit zu essen, weiß ich ganz genau: es wird wieder den Abend nicht in meinem Körper verbringen. Warum gehe ich dann eigentlich noch einkaufen?
Jeden Abend dieses schlechte Gewissen, dass man Geld zum Fenster hinaus wirft und dass es nicht gut für den Körper ist. Und jeden Tag den Freund anlügen, dass alles in Ordnung ist und es einem "blendend" geht.
Meine Eltern werden auch permanent angelogen: wenn gefragt wird, wie es mir geht, dann kommt ein: "ach, ganz gut, ich bin nur müde, die Klausurenphase ist heftig". Mama nickt und wünscht mir viel Glück, Papa sagt, er denke an mich.
und ich fresse mich abends voll und frage mich, was wäre, wenn sie alle die Wahrheit wüssten.
Würde ich dann überwacht werden? Würde man mich mit Samthandschuhen anfassen?
Würden meine Eltern beginnen, Essen vor mir zu verstecken?
Darüber habe ich heute nachgedacht und kam zu folgendem Schluss:
Mein Freund wäre sehr besorgt. Er würde mir unter die Arme greifen, wo er nur könnte. Aber mein Freund hat eine ganz bezaubernde Eigenschaft: Er kann einem helfen und dabei so viel Freiheit lassen, dass man überhaupt nicht merkt, dass er einem sacht die Flügel stützt. Das wichtigste dabei: Er würde mich keine Sekunde kontrollieren. Und er hat mich in all den Jahren noch nicht einmal unter Druck gesetzt.
Warum also verschweige ich es vor ihm?
Meine Eltern...na ja. Meine Eltern. Das ist schon schwieriger.
Meine Schwester ist psychisch sehr krank, hatte schon einen Klinikaufenthalt und kann schwer mit dem Alltag und ihrem Freund umgehen. Wenn meine Mutter mit mir telefoniert oder eine E-Mail von ihr ankommt, gibt es einige Sätze, die immer darin vorkommen: "Ach, deiner Schwester geht es so schlecht. Ich wünsche mir oft, wir hätten es früher bemerkt. Die Leute fragen so oft nach ihr." Oder anders ausgedrückt: Deine Schwester ist krank im Kopf, das wird ihr die Zukunft versauen und die Dorftmeute denkt, wir wären eine verkorkste Familie.
Ich denke oft, meine Krankheit ist vererbt: Meine Mutter hat Depressionen mit Angststörungen, meine Schwester hat Depressionen + Angststörungen + teilweise Borderline und ich..na ja, ich habe Bulimie und einen ungeheuren Selbstzerstörungsdrang. Sag da mal einer, dass sowas nicht vererbt sein kann.
Würde ich meinen Eltern sagen, dass auch ich psychische Probleme habe, dann wäre die Liste an Selbstvorwürfen bei den Eltern unendlich lang. Beide Kinder krank, beide Kinder psychisch krank, beide Kinder verkorkst. Keine Zukunft, redende Leute. Ich möchte mir nicht ausmalen, was da für eine Welt zusammen brechen würde.
Ich denke oft, ich sollte das Thema alleine mit meinem Freund durchziehen und meinen Eltern davon erzählen, wenn ich wieder gesund bin.
Aber dann hätte ich ihr Vertrauen komplett missbraucht und das würde sie auch in Grund und Boden drücken.
Manchmal weiß ich nicht, wohin mit all meinen Sorgen, mit all der Angst, mit all diesen Ungewissheiten, die man nur als Essgestörte kennt. Niemand, der einem über das Haar streicht und sagt, dass es in Ordnung war, Kekse zu essen. Immer dieser Kampf alleine gegen sich, mit sich, verlieren oder gewinnen.
Ich weiß nicht, wohin mit mir. Mit meiner Krankheit. Keiner will sie mit mir teilen. Alle können darüber reden, aber keiner will mich an die Hand nehmen.
Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als jeden Abend wieder aufs neue mit mir aufs Feld zu ziehen, mich im Abschaum meiner Seele zu wälzen und vor dem Schlafen gehen den Rest meiner Würde sanft zu bedecken.
Dienstag, 26. Februar 2013
9
Was gibt es groß zu sagen:
Klausuren, Klausuren, Prüfungen, Stress, Sport. Gesundes Essen.
Forward, Phila, forward.
Du bist noch nicht zu alt, um zu funkeln, wie ein Diamant!
Forward, der Himmel ist schon taubenblau! :)
Klausuren, Klausuren, Prüfungen, Stress, Sport. Gesundes Essen.
Forward, Phila, forward.
Du bist noch nicht zu alt, um zu funkeln, wie ein Diamant!
Forward, der Himmel ist schon taubenblau! :)
Donnerstag, 14. Februar 2013
8
In letzter Zeit kommt es immer öfter vor, dass ich einfach da sitze und anfange, zu weinen.
Einfach so. Ich lese etwas, das mich berührt oder eine SMS von meinem Freund blinkt auf dem Display oder etwas schleicht sich in meine Gedanken, das mich umhaut.
Je mehr ich in Tränen ausbreche, desto mehr Berührungspunkte habe ich. Und tatsächlich, es läuft nicht gut. Nicht mit dem Essen.
In den letzten Tagen hatte ich jeden Tag mehrere Essanfälle mit entsprechendem Ende.
Mitten im ganzen Gelange frage ich mich auch noch, warum ich das mache. Dass das Brechen wieder so anstrengend ist und dann diese Gedanken, ob auch ja alles draußen ist und ob man hoffentlich nicht nach Magensäure riecht. Ich weiß doch ganz genau, dass es wieder so endet. Mit dem schlechten Gewissen.
Und trotzdem mache ich weiter, weil "es ist ja sowieso zu spät". Warum kann ich das Essen nicht einfach drin lassen und zunehmen? Ist das die Lösung?
Akzeptieren, dass man dick(er) wird, aber dafür gesund? Und wenn man dann gesund ist, kann man doch auch wieder gesund abnehmen.
Ich und meine Milchmädchenrechnungen. Tjaha,das denke ich jetzt und morgen hänge ich wieder über der Porzellanschüssel. Weil ...fuck you, that's why.
Es ist so seltsam, dass ich mitten drin dermaßen viel denke und auch das richtige ("hör jetzt auf, du brauchst das nicht"" oder "du machst das doch jetzt wieder nur aus Langeweile") und trotzdem, trotzdem reicht es nicht zum aufhalten.
Wäre ja auch zu einfach.
Je mehr ich in Tränen ausbreche,desto mehr wird mir bewusst, wie niedrig meine Toleranzgrenze ist. Für nahezu alles. Zu viel Stress - Bulimie, zu wenig zu tun - Bulimie, Kritik entgegen bekommen - Bulimie, nicht mit sich zurande kommen - Bulimie.
Das Essen ist es doch gar nicht, dass ich da die Toilette runterspüle, sondern meine unsichere Seele. Oh Gott, es läuft mal nicht so, wie es mein Kontrollplan im Gehirn zurecht gelegt hat - und sofort eskaliert es beim Essen. Wenn schon der ganze Plan nicht mehr stimmt, dann darf ich ja wohl auch Essen und Brechen.
Mittlerweile grüble ich wieder über eine andere Theorie nach: Selbstverletzen oder Rauchen.
Es ist vielleicht seltsam, aber ich geraucht habe, hatte ich mich einigermaßen im Griff. Aber andererseits hat es mein Herz, das sowieso schon kaputt ist, nicht vertragen und jetzt mal ehrlich: Rauchen ist doch widerlich. Die Fingernägel werden gelb, man bekommt gelbe Zähne (die Zähne, die auch schon kaputt sind), man riecht nach Rauch, teuer ist es und am Ende steht was: Lungenkrebs, Arteriosklerose, offene Beine bis hin zur Amputation. Ich glaube, die Späße lassen wir.
Und dann das Selbstverletzen. Ich finde es...schlüssiger? Narben, na ja, sind halt Narben,aber nichts, woran ich sterbe. Ich bin keine von diesen Hardlinern, die sich so tief schneiden, dass man nähen muss. Mir "reicht" der oberflächliche Schmerz. Hauptsache, im Hirn klingelts.
(entschuldigt den Zynismus).
Ach, wenn ich doch noch einmal 14 wäre. Und meinem alten Ich bei jedem "oh Gott, ich bin so fett!" ans Schienbein treten könnte. Ich glaube, hätte ich damals nicht darüber nachgedacht, ob meine Beine im Sommerkleid zu dick sein könnten, vielleicht wäre ich dann jetzt gesund und glücklich und...vogelfrei. Wie ich es einmal sein werde.
Einfach so. Ich lese etwas, das mich berührt oder eine SMS von meinem Freund blinkt auf dem Display oder etwas schleicht sich in meine Gedanken, das mich umhaut.
Je mehr ich in Tränen ausbreche, desto mehr Berührungspunkte habe ich. Und tatsächlich, es läuft nicht gut. Nicht mit dem Essen.
In den letzten Tagen hatte ich jeden Tag mehrere Essanfälle mit entsprechendem Ende.
Mitten im ganzen Gelange frage ich mich auch noch, warum ich das mache. Dass das Brechen wieder so anstrengend ist und dann diese Gedanken, ob auch ja alles draußen ist und ob man hoffentlich nicht nach Magensäure riecht. Ich weiß doch ganz genau, dass es wieder so endet. Mit dem schlechten Gewissen.
Und trotzdem mache ich weiter, weil "es ist ja sowieso zu spät". Warum kann ich das Essen nicht einfach drin lassen und zunehmen? Ist das die Lösung?
Akzeptieren, dass man dick(er) wird, aber dafür gesund? Und wenn man dann gesund ist, kann man doch auch wieder gesund abnehmen.
Ich und meine Milchmädchenrechnungen. Tjaha,das denke ich jetzt und morgen hänge ich wieder über der Porzellanschüssel. Weil ...fuck you, that's why.
Es ist so seltsam, dass ich mitten drin dermaßen viel denke und auch das richtige ("hör jetzt auf, du brauchst das nicht"" oder "du machst das doch jetzt wieder nur aus Langeweile") und trotzdem, trotzdem reicht es nicht zum aufhalten.
Wäre ja auch zu einfach.
Je mehr ich in Tränen ausbreche,desto mehr wird mir bewusst, wie niedrig meine Toleranzgrenze ist. Für nahezu alles. Zu viel Stress - Bulimie, zu wenig zu tun - Bulimie, Kritik entgegen bekommen - Bulimie, nicht mit sich zurande kommen - Bulimie.
Das Essen ist es doch gar nicht, dass ich da die Toilette runterspüle, sondern meine unsichere Seele. Oh Gott, es läuft mal nicht so, wie es mein Kontrollplan im Gehirn zurecht gelegt hat - und sofort eskaliert es beim Essen. Wenn schon der ganze Plan nicht mehr stimmt, dann darf ich ja wohl auch Essen und Brechen.
Mittlerweile grüble ich wieder über eine andere Theorie nach: Selbstverletzen oder Rauchen.
Es ist vielleicht seltsam, aber ich geraucht habe, hatte ich mich einigermaßen im Griff. Aber andererseits hat es mein Herz, das sowieso schon kaputt ist, nicht vertragen und jetzt mal ehrlich: Rauchen ist doch widerlich. Die Fingernägel werden gelb, man bekommt gelbe Zähne (die Zähne, die auch schon kaputt sind), man riecht nach Rauch, teuer ist es und am Ende steht was: Lungenkrebs, Arteriosklerose, offene Beine bis hin zur Amputation. Ich glaube, die Späße lassen wir.
Und dann das Selbstverletzen. Ich finde es...schlüssiger? Narben, na ja, sind halt Narben,aber nichts, woran ich sterbe. Ich bin keine von diesen Hardlinern, die sich so tief schneiden, dass man nähen muss. Mir "reicht" der oberflächliche Schmerz. Hauptsache, im Hirn klingelts.
(entschuldigt den Zynismus).
Ach, wenn ich doch noch einmal 14 wäre. Und meinem alten Ich bei jedem "oh Gott, ich bin so fett!" ans Schienbein treten könnte. Ich glaube, hätte ich damals nicht darüber nachgedacht, ob meine Beine im Sommerkleid zu dick sein könnten, vielleicht wäre ich dann jetzt gesund und glücklich und...vogelfrei. Wie ich es einmal sein werde.
Montag, 11. Februar 2013
7
Entschuldigt meinen Ausfall im letzten Eintrag.
Manchmal überrollt mich eine grenzenlose Wut und seltsamerweise kann ich ihr einfach so nachgeben, weil ich weiß, dass endlich mal eine Reaktion meinerseits zu erwarten ist.
Sollte sich jemand angegriffen gefühlt haben, so möchte ich dies entschuldigen. Es ist sonst nicht meiner Art, andere zu verletzen.
Ach ja. Karneval.
Ich wohne in einer Stadt, in der Karneval das Ereignis des Jahres ist. Der Rosenmontagsumzug wird im Fernsehen übertragen und von Altweiber bis Aschermittwoch ist die komplette Stadt im Ausnahmezustand. Nein, es ist nicht Köln.
Jedenfalls habe ich mich wieder rege beteiligt. Nicht unbedingt im Verkleiden, das auch,aber ich meine damit eigentlich den Alkoholkonsum.
Und weil ich unreflektiert ohne Ende bin, habe ich natürlich gedacht: "hey, trink doch einfach was, da gehts dir doch immer gut!" Genau das hab ich auch gemacht.
Ich hätte es lassen sollen.
Lustigerweise vertrage ich ungefähr die Alkoholmenge einer Weinbrandbohne oder etwas genauer gesagt: zwei Bier und ich bin weg. Gestern hab ichs mir natürlich nicht lumpen lassen und habe einfach alles kreuz und quer in mich reingeschüttet. Bier, Whiskey, Liköre, noch mehr Bier...und natürlich war ich mit meinem Freund unterwegs, dem Alkohol erst ab einer gewissen Literzahl wirklich zusetzt.
Kurz zur Erinnerung: Mein Freund denkt, ich wäre "clean". Keine Dummheiten, keine Bulimie. Dem ist nicht so, aber ich kann ihm das nicht sagen.
Jedenfalls war ich ziemlich zu und über seltsame Überleitungen gelangten wir zum Thema "Übergeben durch Alkohol". Mein Freund übergibt sich öfters mal aufgrund des Alkohols, ich habe das noch nie. Bei mir ist es eben das Essen.
Als ich meinte, ich fände es eklig, mich zu übergeben (was auch stimmt), sagte er, das wäre doch natürlich und bei einer gewissen Alkoholmenge für den Körper die letzte Notlösung. Irgendwie fand ich es ja süß, dass er meinte, mir müsse es nicht peinlich sein, mich vor ihm zu übergeben. Spätestens wenn ich schwanger wäre, würde das passieren :)
Die Diskussion ging noch ein wenig weiter, bis ich ihn fragte, wie er mich einschätze im Bezug auf Dummheiten und Bulimie. (Auf solche Sachen komme ich auch nur, wenn ich betrunken bin).
Er sagte, er habe den Eindruck, dass ich mit beiden Sachen erfolgreich abgeschlossen habe. Zum einen sähe an meinem Körper keine Verletzungen und er finde, ich habe mein Essen ziemlich im Griff.
und alles, was ich dazu noch sagen konnte, war ein: "Da hast du dich aber gehörig verschätzt."
Er hat noch einige Male nachgefragt, wie ich das denn meine, aber mal im Ernst: diese Antwort ist doch gerade zu eindeutig.
Heute hat er nicht nachgefragt. Vielleicht hat er es schon wieder vergessen
Warum kann ich nicht ehrlich zu ihm sein?
Ich weiß doch ganz genau, dass er mich nicht verlassen würde. Niemals.
"Wenn ich wüsste, dass du dich jeden Tag übergibst oder mehrmals im Monat, ich würde mir große Sorgen machen. Und ich würde dir helfen.Egal wie, aber das könnte ich nicht so stehen lassen."
Das hat er zu mir gesagt.
Und ich ignoriere es einfach.
Warum?
Warum?
Manchmal überrollt mich eine grenzenlose Wut und seltsamerweise kann ich ihr einfach so nachgeben, weil ich weiß, dass endlich mal eine Reaktion meinerseits zu erwarten ist.
Sollte sich jemand angegriffen gefühlt haben, so möchte ich dies entschuldigen. Es ist sonst nicht meiner Art, andere zu verletzen.
Ach ja. Karneval.
Ich wohne in einer Stadt, in der Karneval das Ereignis des Jahres ist. Der Rosenmontagsumzug wird im Fernsehen übertragen und von Altweiber bis Aschermittwoch ist die komplette Stadt im Ausnahmezustand. Nein, es ist nicht Köln.
Jedenfalls habe ich mich wieder rege beteiligt. Nicht unbedingt im Verkleiden, das auch,aber ich meine damit eigentlich den Alkoholkonsum.
Und weil ich unreflektiert ohne Ende bin, habe ich natürlich gedacht: "hey, trink doch einfach was, da gehts dir doch immer gut!" Genau das hab ich auch gemacht.
Ich hätte es lassen sollen.
Lustigerweise vertrage ich ungefähr die Alkoholmenge einer Weinbrandbohne oder etwas genauer gesagt: zwei Bier und ich bin weg. Gestern hab ichs mir natürlich nicht lumpen lassen und habe einfach alles kreuz und quer in mich reingeschüttet. Bier, Whiskey, Liköre, noch mehr Bier...und natürlich war ich mit meinem Freund unterwegs, dem Alkohol erst ab einer gewissen Literzahl wirklich zusetzt.
Kurz zur Erinnerung: Mein Freund denkt, ich wäre "clean". Keine Dummheiten, keine Bulimie. Dem ist nicht so, aber ich kann ihm das nicht sagen.
Jedenfalls war ich ziemlich zu und über seltsame Überleitungen gelangten wir zum Thema "Übergeben durch Alkohol". Mein Freund übergibt sich öfters mal aufgrund des Alkohols, ich habe das noch nie. Bei mir ist es eben das Essen.
Als ich meinte, ich fände es eklig, mich zu übergeben (was auch stimmt), sagte er, das wäre doch natürlich und bei einer gewissen Alkoholmenge für den Körper die letzte Notlösung. Irgendwie fand ich es ja süß, dass er meinte, mir müsse es nicht peinlich sein, mich vor ihm zu übergeben. Spätestens wenn ich schwanger wäre, würde das passieren :)
Die Diskussion ging noch ein wenig weiter, bis ich ihn fragte, wie er mich einschätze im Bezug auf Dummheiten und Bulimie. (Auf solche Sachen komme ich auch nur, wenn ich betrunken bin).
Er sagte, er habe den Eindruck, dass ich mit beiden Sachen erfolgreich abgeschlossen habe. Zum einen sähe an meinem Körper keine Verletzungen und er finde, ich habe mein Essen ziemlich im Griff.
und alles, was ich dazu noch sagen konnte, war ein: "Da hast du dich aber gehörig verschätzt."
Er hat noch einige Male nachgefragt, wie ich das denn meine, aber mal im Ernst: diese Antwort ist doch gerade zu eindeutig.
Heute hat er nicht nachgefragt. Vielleicht hat er es schon wieder vergessen
Warum kann ich nicht ehrlich zu ihm sein?
Ich weiß doch ganz genau, dass er mich nicht verlassen würde. Niemals.
"Wenn ich wüsste, dass du dich jeden Tag übergibst oder mehrmals im Monat, ich würde mir große Sorgen machen. Und ich würde dir helfen.Egal wie, aber das könnte ich nicht so stehen lassen."
Das hat er zu mir gesagt.
Und ich ignoriere es einfach.
Warum?
Warum?
Montag, 4. Februar 2013
6
Ach, wie ich diese Menschen um mich herum hasse, die "einfach so" abnehmen und das auch noch viel und schnell. Wie ich es hasse.
Es ist mein Gebiet. Meins. Ich kenne mich aus, ich weiß alles über Crash-Diäten, Kalorien in Lebensmitteln, über stumpfsinnige Sportübungen, die ein paar lausige Kalorien verbrennen, über Apfelessig in Wasser oder Tipps, wie man sich vom Hunger ablenkt.
Und dann sitzen sie gegenüber von mir und erzählen, dass sie so viel am Tag essen und so viel schon abgenommen haben und ich spüre diesen unfassbar großen Neid, wenn sie dünner werden und sich gleichzeitig einen Schokoriegel in den Mund schieben.
Ich gebe mir mehr Mühe als ihr. Deshalb habe ich es auch mehr verdient, dünner zu werden.
Wenn ich mir die Finger in den Hals stecke, um das Essen ungeschehen zu machen, dann ist die Zahl auf der Waage am nächsten Morgen trotzdem nicht weniger. Aber dabei hätte ich es doch so verdient!
Und schon surft man durch das Internet, sucht das neue,unbekannte, das einem 5kg in zwei Wochen schenkt und stellt dann doch schnell fest, dass man wohl schon immer seelenlos und abgefuckt oberflächlich ist.
Ich will im Sommer auch 10kg weniger haben, auch wenn alle sagen, ich hätte das nicht notwendig. Lügt mir nicht ins Gesicht, weil die Gesellschaft das so vorschreibt!
Sagt mir, dass mein Bauch zu fett ist, dass die Beine noch nicht gut sind, aber hört auf, immer einen auf "ach die paar Kilo brauchst du doch!" zu machen.
Ihr macht meine ganze Selbstzerstörungstheorie dahin!
Ach, wie ich diese Essenswelt hasse!
Wie ich diese dicken Menschen hasse, die sonst immer alles in sich hingeschaufelt haben und plötzlich Größe 32 tragen.
Ihr wisst nicht,wie rasend es mich macht, dass ich mich anstrenge und am Ende wird mir ein lächerliches "you tried" hinterher geworfen!
Ich habe es doch verdient!
Es tut mir sehr Leid, dass ich im Moment kaum Kommentare beantworte, ich finde keine Worte für meinen Verstand.
Es ist mein Gebiet. Meins. Ich kenne mich aus, ich weiß alles über Crash-Diäten, Kalorien in Lebensmitteln, über stumpfsinnige Sportübungen, die ein paar lausige Kalorien verbrennen, über Apfelessig in Wasser oder Tipps, wie man sich vom Hunger ablenkt.
Und dann sitzen sie gegenüber von mir und erzählen, dass sie so viel am Tag essen und so viel schon abgenommen haben und ich spüre diesen unfassbar großen Neid, wenn sie dünner werden und sich gleichzeitig einen Schokoriegel in den Mund schieben.
Ich gebe mir mehr Mühe als ihr. Deshalb habe ich es auch mehr verdient, dünner zu werden.
Wenn ich mir die Finger in den Hals stecke, um das Essen ungeschehen zu machen, dann ist die Zahl auf der Waage am nächsten Morgen trotzdem nicht weniger. Aber dabei hätte ich es doch so verdient!
Und schon surft man durch das Internet, sucht das neue,unbekannte, das einem 5kg in zwei Wochen schenkt und stellt dann doch schnell fest, dass man wohl schon immer seelenlos und abgefuckt oberflächlich ist.
Ich will im Sommer auch 10kg weniger haben, auch wenn alle sagen, ich hätte das nicht notwendig. Lügt mir nicht ins Gesicht, weil die Gesellschaft das so vorschreibt!
Sagt mir, dass mein Bauch zu fett ist, dass die Beine noch nicht gut sind, aber hört auf, immer einen auf "ach die paar Kilo brauchst du doch!" zu machen.
Ihr macht meine ganze Selbstzerstörungstheorie dahin!
Ach, wie ich diese Essenswelt hasse!
Wie ich diese dicken Menschen hasse, die sonst immer alles in sich hingeschaufelt haben und plötzlich Größe 32 tragen.
Ihr wisst nicht,wie rasend es mich macht, dass ich mich anstrenge und am Ende wird mir ein lächerliches "you tried" hinterher geworfen!
Ich habe es doch verdient!
Es tut mir sehr Leid, dass ich im Moment kaum Kommentare beantworte, ich finde keine Worte für meinen Verstand.
Montag, 28. Januar 2013
5
Eine Woche ist es her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe.
Und es gibt keinen Fortschritt, eher Rückschritt.
Unter der Woche essen und brechen, am Wochenende glücklich sein und kaum etwas essen (ich habe dann tatsächlich keinen Hunger, weder körperlichen noch seelischen). Und kaum ist er wieder weg, stehe ich in meiner Wohnung und im Kopf gehe ich alle Lebensmittelpackungen ab, die sich irgendwo in der Wohnung befinden.
Und da ist diese Ahnung, dass ich alles in den Sand setze.
Dass ich mir immer zu viel vornehme, und am Ende doch nichts klappt.
Es zermürbt mich, dass ich jeden Tag lernen muss. Und jeden Tag muss man essen.
Lernen schaffe ich noch, aber Essen überfordert mich. Essen.
Es gibt Menschen, die so gerne Essen. Und die sich stundenlang mit Kochen beschäftigen können.
Versteht mich nicht falsch, ich kann das auch.
Ich kann mich stundenlang mit Essen beschäftigen. Aber ich genieße es nicht und wenn doch, dann nur, weil ich weiß, es wird meinen Körper wieder verlassen.
Ich hasse mich für dieses dauernde Versagen. Ich will Kämpfen, ich will mich ändern.
Aber wenn ich abends nach Hause komme, zermürbt von 10h Arbeit, da habe ich keine Kraft mehr, mich auch noch gegen mich zu stellen.
Heute war ich einkaufen. Nur Obst,Gemüse und Joghurt. Ich habe mich so schlecht gefühlt. So schlecht. Für einen Moment dachte ich "bestimmt sehen sie dir an, dass du das alles wieder erbrichst.".
Ich vermeide es, zweimal hintereinander in den gleichen Supermarkt zu gehen. Es ist einfach so peinlich. Ich kann doch nicht an zwei Folgetagen einkaufen gehen. Vor allem, weil die Menschen an der Kasse immer die gleichen sind. Bestimmt kennen sie mich alle schon. Es ist ja auch nicht so, dass ich ein Allerweltsgesicht habe und ich habe ein paar recht auffällige Äußerlichkeiten.
Bestimmt, ganz bestimmt, weiß jeder dort, wer ich bin und was ich kaufe und wie viel und wie oft.
Essen ist so schrecklich kompliziert.
Komischerweise ist auch nicht essen kompliziert. Seltsam, seltsam.
Und es gibt keinen Fortschritt, eher Rückschritt.
Unter der Woche essen und brechen, am Wochenende glücklich sein und kaum etwas essen (ich habe dann tatsächlich keinen Hunger, weder körperlichen noch seelischen). Und kaum ist er wieder weg, stehe ich in meiner Wohnung und im Kopf gehe ich alle Lebensmittelpackungen ab, die sich irgendwo in der Wohnung befinden.
Ich kacke nur noch ab. Auf ganzer Länge. Das einzige Essen, das tatsächlich drin bleibt, ist mein Frühstück und etwas Gemüse in der Schule. Und zuhause bleibt nichts in mir.
Und ich frage mich, warum meine Hosen locker sitzen und mein T-Shirt nicht mehr über der Brust spannt.
Und ich frage mich, warum meine Hosen locker sitzen und mein T-Shirt nicht mehr über der Brust spannt.
Und da ist diese Ahnung, dass ich alles in den Sand setze.
Dass ich mir immer zu viel vornehme, und am Ende doch nichts klappt.
Es zermürbt mich, dass ich jeden Tag lernen muss. Und jeden Tag muss man essen.
Lernen schaffe ich noch, aber Essen überfordert mich. Essen.
Es gibt Menschen, die so gerne Essen. Und die sich stundenlang mit Kochen beschäftigen können.
Versteht mich nicht falsch, ich kann das auch.
Ich kann mich stundenlang mit Essen beschäftigen. Aber ich genieße es nicht und wenn doch, dann nur, weil ich weiß, es wird meinen Körper wieder verlassen.
Ich hasse mich für dieses dauernde Versagen. Ich will Kämpfen, ich will mich ändern.
Aber wenn ich abends nach Hause komme, zermürbt von 10h Arbeit, da habe ich keine Kraft mehr, mich auch noch gegen mich zu stellen.
Heute war ich einkaufen. Nur Obst,Gemüse und Joghurt. Ich habe mich so schlecht gefühlt. So schlecht. Für einen Moment dachte ich "bestimmt sehen sie dir an, dass du das alles wieder erbrichst.".
Ich vermeide es, zweimal hintereinander in den gleichen Supermarkt zu gehen. Es ist einfach so peinlich. Ich kann doch nicht an zwei Folgetagen einkaufen gehen. Vor allem, weil die Menschen an der Kasse immer die gleichen sind. Bestimmt kennen sie mich alle schon. Es ist ja auch nicht so, dass ich ein Allerweltsgesicht habe und ich habe ein paar recht auffällige Äußerlichkeiten.
Bestimmt, ganz bestimmt, weiß jeder dort, wer ich bin und was ich kaufe und wie viel und wie oft.
Essen ist so schrecklich kompliziert.
Komischerweise ist auch nicht essen kompliziert. Seltsam, seltsam.
Dabei ist es doch
nur
Essen.
"Der Trick ist atmen, die Antwort einfach nicht zu fragen
Endlich Laufen lernen
Endlich angefangen aufzuhören".
Endlich Laufen lernen
Endlich angefangen aufzuhören".
Casper - Auf und davon
Sonntag, 20. Januar 2013
4
Es gibt keinen Tag, der schlimmer ist, als der Sonntag.
Selbst der Montag ist ein Spaziergang gegen diesen Tag.
Aber es wird sich morgen nichts ändern. vielleicht werde ich mich nicht wieder übergeben, aber mein Kopf wird mir trotzdem zu verstehen geben, dass ich nichts wert bin. Dass mein Wert von konsumierter Nahrung abhängt. Und abends werde ich mir, wie jeden Abend, sagen, dass man doch etwas essen muss. Ich beginne zu essen, denke, dass ich ja jetzt gerade auf dem Weg bin, Gesund zu werden und noch ehe ich mich versehe, ist die magische Grenze überschritten. Das Esstempo nimmt zu, nur nicht zu viel Zeit verplempern, der Körper grabscht doch nach jeder Kalorie. Essen, Erbrechen, Gewissensbisse. Und dann...jeden Tag wieder.
Selbst der Montag ist ein Spaziergang gegen diesen Tag.
An Sonntagen langweile ich mich, was darin endet, dass ich ständig zwischen Kühlschrank und Badezimmer wechsle. Heute hatte ich mir einen Plan gemacht, erst 45min laufen gewesen, geduscht, gelernt, ein bisschen geschlafen. Dann war alles von der Liste gestrichen und es fiel mir nichts besseres ein, als zu essen und zu erbrechen.
Meine Anfälle haben sich sehr geändert.
Früher habe ich bei solchen Anfällen ein ganzes Brot verdrückt, Unmengen Süßigkeiten, Nudeln, Reis, Nüsse, alles,was ich eben so finden konnte. Und erst wenn wirklich alles in mir war, kippte ich 2l Wasser in mich und gab es wieder von mir.
Heute ist es anders.
Ein Anfall heißt heute: einen Joghurt und 200g Quark und ein Apfel. Andere Leute würden das als Zwischenmahlzeit sehen, vielleicht als Frühstück. Aber doch nicht als einen Essanfall.
Im Moment ist es mit dem Essen schwierig geworden.
ich habe genau drei Sachen im Kühlschrank: Äpfel, Möhren, Joghurt. In überschaubaren Mengen. Damit ich auf solche Späße wie Essanfälle überhaupt nicht mehr komme.
Denn mal ehrlich: Obst, Gemüse und fettarmer Joghurt befriedigen nicht das, was man mit so einem Anfall erreichen will.
Eigentlich will man während einem Anfall alles verbotene hinunterschlingen, es dann wieder loswerden und sich insgeheim freuen, dass man all das haben konnte, aber eben nicht auf der Hüfte haben wird.
Ich bin gerade so weit, mir wieder alles zu verbieten, was Spaß macht und gut schmeckt, nur, damit ich lerne, ohne diese Anfälle klar zu kommen.
Meine Anfälle haben sich sehr geändert.
Früher habe ich bei solchen Anfällen ein ganzes Brot verdrückt, Unmengen Süßigkeiten, Nudeln, Reis, Nüsse, alles,was ich eben so finden konnte. Und erst wenn wirklich alles in mir war, kippte ich 2l Wasser in mich und gab es wieder von mir.
Heute ist es anders.
Ein Anfall heißt heute: einen Joghurt und 200g Quark und ein Apfel. Andere Leute würden das als Zwischenmahlzeit sehen, vielleicht als Frühstück. Aber doch nicht als einen Essanfall.
Im Moment ist es mit dem Essen schwierig geworden.
ich habe genau drei Sachen im Kühlschrank: Äpfel, Möhren, Joghurt. In überschaubaren Mengen. Damit ich auf solche Späße wie Essanfälle überhaupt nicht mehr komme.
Denn mal ehrlich: Obst, Gemüse und fettarmer Joghurt befriedigen nicht das, was man mit so einem Anfall erreichen will.
Eigentlich will man während einem Anfall alles verbotene hinunterschlingen, es dann wieder loswerden und sich insgeheim freuen, dass man all das haben konnte, aber eben nicht auf der Hüfte haben wird.
Ich bin gerade so weit, mir wieder alles zu verbieten, was Spaß macht und gut schmeckt, nur, damit ich lerne, ohne diese Anfälle klar zu kommen.
Es nicht ratsam und ich weiß, dass das eventuell wieder in die Magersucht fließen kann.
Aber das ist mir mittlerweile lieber als dieses ewige Fressen und Spucken.
Aber das ist mir mittlerweile lieber als dieses ewige Fressen und Spucken.
Ich stelle mir schon die Frage, wenn ich Richtung Bad gehe, was der ganze Scheiß jetzt wieder soll. Ob ich aus dem gestrigen Tag nicht schlauer geworden bin. Während ich mich übergebe, beschimpfe ich mich in meinen Gedanken, nur so klappt es. "Dumme Kuh, du kannst echt nichts, außer Fressen und Kotzen!"
Hinterher halte ich für eine gefühlte Ewigkeit meinen Kopf unter das eiskalte Wasser, wische mir mit Taschentüchern über die Hände und drücke mein Gesicht ins Handtuch.
Und natürlich der obligatorische Gedanken:"morgen wird sich alles ändern"
Hinterher halte ich für eine gefühlte Ewigkeit meinen Kopf unter das eiskalte Wasser, wische mir mit Taschentüchern über die Hände und drücke mein Gesicht ins Handtuch.
Und natürlich der obligatorische Gedanken:"morgen wird sich alles ändern"
Aber es wird sich morgen nichts ändern. vielleicht werde ich mich nicht wieder übergeben, aber mein Kopf wird mir trotzdem zu verstehen geben, dass ich nichts wert bin. Dass mein Wert von konsumierter Nahrung abhängt. Und abends werde ich mir, wie jeden Abend, sagen, dass man doch etwas essen muss. Ich beginne zu essen, denke, dass ich ja jetzt gerade auf dem Weg bin, Gesund zu werden und noch ehe ich mich versehe, ist die magische Grenze überschritten. Das Esstempo nimmt zu, nur nicht zu viel Zeit verplempern, der Körper grabscht doch nach jeder Kalorie. Essen, Erbrechen, Gewissensbisse. Und dann...jeden Tag wieder.
Samstag, 19. Januar 2013
3
Wochenende. Es gibt kaum etwas, vorauf ich in den letzten Wochen mehr hingefiebert habe, als auf dieses Wochenende.
Nach drei Wochen sehe ich endlich meinen Freund wieder. Vor einem Jahr haben wir in der gleichen Stadt gelebt, dann hat es uns beide in unterschiedliche Richtungen verschlagen und nun leben wir von Wochenende zu Wochenende. Freitag, Samstag, Sonntag - etwas kostbareres gibt es nicht.
Nach drei Wochen sehe ich endlich meinen Freund wieder. Vor einem Jahr haben wir in der gleichen Stadt gelebt, dann hat es uns beide in unterschiedliche Richtungen verschlagen und nun leben wir von Wochenende zu Wochenende. Freitag, Samstag, Sonntag - etwas kostbareres gibt es nicht.
Wenn man jemanden lange nicht gesehen hat, scheint es, als wäre man sich in den ersten Minuten vollkommen fremd. Vorsichtig tastet man nach dem anderen, nicht sicher, ob sich in den letzten Wochen etwas verändert hat. Die Sehnsucht ist größer geworden, das Fehlen von Berührungen stört. Und plötzlich wird man von seiner Last erlöst, darf für zwei Tage wieder froh sein.
Kaum ist er weg, verfalle ich in meine alten Muster.
Wenn er da ist, habe ich alles vergessen. Ich mache mir über das Essen keine Gedanken oder über meinen Körper oder über sonstige Kuriositäten aus meiner Gedankenmurmel.
Kaum ist er weg, verfalle ich in meine alten Muster.
Wenn er da ist, habe ich alles vergessen. Ich mache mir über das Essen keine Gedanken oder über meinen Körper oder über sonstige Kuriositäten aus meiner Gedankenmurmel.
Noch Sonntagabends fängt alles wieder von vorne an, ich schleppe mich durch die Woche, um Freitags in eine Ruhephase zu fallen und den Kopf anzuhalten.
ich kann nicht behaupten, dass ich das toll finde. Es ist seltsam, dass ich am Wochenende zurecht komme, wenn jemand bei mir ist. Aber unter der Woche muss ich alleine kämpfen und es ist so viel schwerer, wenn niemand dabei die Hand hält.
Gestern ist mir aufgefallen, dass ich fast eine Woche lang komplett in der Bulimie versunken war. Eine positive Änderung ist mir jedoch aufgefallen: waren es vorher zwei bis drei Anfälle, ist es mittlerweile nur noch einer und auch nicht mehr in den Maßen.
Ich hoffe, lediglich alle zwei Tage diesen Essen-Brechen-Kreislauf durchlaufen zu müssen. Und dann die Spanne immer weiter auszubauen.
Das Jahr ist noch jung, es wird machbar sein.
Ich hoffe, lediglich alle zwei Tage diesen Essen-Brechen-Kreislauf durchlaufen zu müssen. Und dann die Spanne immer weiter auszubauen.
Das Jahr ist noch jung, es wird machbar sein.
Mittwoch, 16. Januar 2013
2
Ach ja, es war ja eigentlich sehr klar.
Je mehr man sich bemüht, umso mehr wird es definitiv scheitern.
Ich will hier jetzt auch nicht ausführen, wie meine letzten beiden Abende ausgesehen haben, aber es ist zu vermerken, dass ich mein Bad mehr als einmal besucht habe und der Kühlschrank ordentlich leer ist.
Heute ist mir aufgefallen, dass ich mit weniger Essen besser zurecht komme und es dann nicht unbedingt im Anfall enden muss. Zumindest dauert es länger, bis es dazu kommt.
Außerdem streikt mein Körper zunehmend: Halsschmerzen, Kieferschmerzen, die Hände und Mundwinkel sind offen, Kopfschmerzen.
Langzeitschäden habe ich übrigens auch anzumelden: Ich habe Herzrhythmusstörungen und meine Nierenfunktion ist eingeschränkt. Je weniger ich esse, desto besser geht es meinem Magen. Sodbrennen und Bauchschmerzen sind auch nach kleinen bis normalen Portionen normal (weshalb in meiner Handtasche immer(!!) Tabletten gegen Sodbrennen und Magendrücken sind).
Meine Verdauung ist ziemlich aus dem Takt und ich möchte nicht wissen, wie meine Blutwerte sind.
Alles in allem hat mich die Bulimie seit fast 5 Jahren niedergemäht und es war nur eine Frage der Zeit, bis es meinem Körper zu schaffen macht.
Die ersten Folgen traten vor etwa 3 Jahren auf, als ich 2 Jahre an Bulimie erkrankt war. Zuerst wars der Magen, dann das Herz, jetzt die Niere. Ich frage mich, ob ich in 5 Jahren vielleicht ernsthaft krank bin und/oder meine Zähne komplett ersetzen lassen muss.
Es ist nicht so, dass ich schlechte Zähne hätte. Durch das Wissen um Magensäure und all dem Kram, der fast jeden Tag meine Zähne passiert, achte ich umso mehr auf die Beißerchen.
Aber auch bei denen wird es in geraumer Zeit soweit sein, dass da was gemacht werden muss.
Im Moment sind meine Zähne extrem hitze-und kälteempfindlich. (Kälte ist jedoch schlimmer als Wärme), die Ränder der Zähne sind durchsichtig, an manchen Stellen ist die Kauoberfläche abgeschürft, das Zahnfleisch.....welches Zahnfleisch?
Nach nur 2 Jahren hat sich mein Körper komplett gewehrt. Und ich schieße 3 Jahre lang trotzdem nach. Ich merke immer mehr, wie ich versuche meinen Verstand zu überlisten, und weiß doch ganz genau, dass mein Körper schön langst nicht mehr will und kann.
Meine Gesundheit war mir sehr lange egal, aber jetzt möchte ich nur noch einen glücklichen, zufriedenen Körper.
Dünn sein ist das doch alles nicht wert.
Je mehr man sich bemüht, umso mehr wird es definitiv scheitern.
Ich will hier jetzt auch nicht ausführen, wie meine letzten beiden Abende ausgesehen haben, aber es ist zu vermerken, dass ich mein Bad mehr als einmal besucht habe und der Kühlschrank ordentlich leer ist.
Heute ist mir aufgefallen, dass ich mit weniger Essen besser zurecht komme und es dann nicht unbedingt im Anfall enden muss. Zumindest dauert es länger, bis es dazu kommt.
Außerdem streikt mein Körper zunehmend: Halsschmerzen, Kieferschmerzen, die Hände und Mundwinkel sind offen, Kopfschmerzen.
Langzeitschäden habe ich übrigens auch anzumelden: Ich habe Herzrhythmusstörungen und meine Nierenfunktion ist eingeschränkt. Je weniger ich esse, desto besser geht es meinem Magen. Sodbrennen und Bauchschmerzen sind auch nach kleinen bis normalen Portionen normal (weshalb in meiner Handtasche immer(!!) Tabletten gegen Sodbrennen und Magendrücken sind).
Meine Verdauung ist ziemlich aus dem Takt und ich möchte nicht wissen, wie meine Blutwerte sind.
Alles in allem hat mich die Bulimie seit fast 5 Jahren niedergemäht und es war nur eine Frage der Zeit, bis es meinem Körper zu schaffen macht.
Die ersten Folgen traten vor etwa 3 Jahren auf, als ich 2 Jahre an Bulimie erkrankt war. Zuerst wars der Magen, dann das Herz, jetzt die Niere. Ich frage mich, ob ich in 5 Jahren vielleicht ernsthaft krank bin und/oder meine Zähne komplett ersetzen lassen muss.
Es ist nicht so, dass ich schlechte Zähne hätte. Durch das Wissen um Magensäure und all dem Kram, der fast jeden Tag meine Zähne passiert, achte ich umso mehr auf die Beißerchen.
Aber auch bei denen wird es in geraumer Zeit soweit sein, dass da was gemacht werden muss.
Im Moment sind meine Zähne extrem hitze-und kälteempfindlich. (Kälte ist jedoch schlimmer als Wärme), die Ränder der Zähne sind durchsichtig, an manchen Stellen ist die Kauoberfläche abgeschürft, das Zahnfleisch.....welches Zahnfleisch?
Nach nur 2 Jahren hat sich mein Körper komplett gewehrt. Und ich schieße 3 Jahre lang trotzdem nach. Ich merke immer mehr, wie ich versuche meinen Verstand zu überlisten, und weiß doch ganz genau, dass mein Körper schön langst nicht mehr will und kann.
Meine Gesundheit war mir sehr lange egal, aber jetzt möchte ich nur noch einen glücklichen, zufriedenen Körper.
Dünn sein ist das doch alles nicht wert.
Montag, 14. Januar 2013
1
Seit einiger Zeit mache ich mir darüber Gedanken, ob ich ein Esstagebuch führen soll.
Auf der einen Seite sind da natürlich die positiven Seiten:
Man hat einen Überblick über sein Essen, sieht ob es zu viel oder zu wenig war.
Es ermöglicht eine gewisse Art von Kontrolle über das Essverhalten, das gerade ja dann wichtig ist, wenn man (wie bei der Bulimie) nur unkontrolliert essen kann.
Aber andererseits gibt es auch negative Seiten:
Man möchte möglichst wenig im Esstagebuch stehen habe, sonst wirkt man ja gierig und verfressen.
Außerdem ist gerade die Kontrolle ein Problem. Ich habe zu sehr angst, dass ich vielleicht doch wieder zu kontrollsüchtig werde und dieses Magersuchtsgehabe wieder anfängt. (und darauf hab ich noch weniger Lust).
Ich denke, ich werde es mal eine Zeit lang versuche und schauen, ob es mir gut tut oder eher weniger.
Vielleicht brauche ich auch dieses aufschreiben und besinnen auf das eigene Verhalten.
Manch einem hat es schon geholfen.
Ansonsten müsste ich eigentlich lernen (Physik),aber das ist etwas, was ich so lange vor mir herschiebe, wie es nur irgend geht. Das Fach an sich ist ganz interessant, was man so alles berechnen kann und vor allem wie. Aber ich kann mir keine Formeln merken und ich hoffe, ich versaue es nicht komplett.
Essenstechnisch lief es heute eigentlich ganz gut. Ich hatte heute abend kurz das Bedürfnis, mir ganz viel ganz schnell zwischen die Kiemen zu schieben, habe dann aber erst mal ein paar Sachen im Haushalt erledigt und danach war die Spannung weg.
Ich sollte mir angewöhnen, mich zu beschäftigen, wenn der Drang kommt. Vielleicht kann ich mich so überlisten.
Quelle: Via
Auf der einen Seite sind da natürlich die positiven Seiten:
Man hat einen Überblick über sein Essen, sieht ob es zu viel oder zu wenig war.
Es ermöglicht eine gewisse Art von Kontrolle über das Essverhalten, das gerade ja dann wichtig ist, wenn man (wie bei der Bulimie) nur unkontrolliert essen kann.
Aber andererseits gibt es auch negative Seiten:
Man möchte möglichst wenig im Esstagebuch stehen habe, sonst wirkt man ja gierig und verfressen.
Außerdem ist gerade die Kontrolle ein Problem. Ich habe zu sehr angst, dass ich vielleicht doch wieder zu kontrollsüchtig werde und dieses Magersuchtsgehabe wieder anfängt. (und darauf hab ich noch weniger Lust).
Ich denke, ich werde es mal eine Zeit lang versuche und schauen, ob es mir gut tut oder eher weniger.
Vielleicht brauche ich auch dieses aufschreiben und besinnen auf das eigene Verhalten.
Manch einem hat es schon geholfen.
Ansonsten müsste ich eigentlich lernen (Physik),aber das ist etwas, was ich so lange vor mir herschiebe, wie es nur irgend geht. Das Fach an sich ist ganz interessant, was man so alles berechnen kann und vor allem wie. Aber ich kann mir keine Formeln merken und ich hoffe, ich versaue es nicht komplett.
Essenstechnisch lief es heute eigentlich ganz gut. Ich hatte heute abend kurz das Bedürfnis, mir ganz viel ganz schnell zwischen die Kiemen zu schieben, habe dann aber erst mal ein paar Sachen im Haushalt erledigt und danach war die Spannung weg.
Ich sollte mir angewöhnen, mich zu beschäftigen, wenn der Drang kommt. Vielleicht kann ich mich so überlisten.
Quelle: Via
Sonntag, 13. Januar 2013
Press Start
Der erste Eintrag eines Blogs ist wie die erste Seite eines Notizbuches. Man möchte es von Anfang an richtig machen und es muss ja toll und großartig sein.
Quelle: irgendwo von Tumblr, leider habe ich keine genaue Linkadresse!
Also blättert man ein paar Seiten um und beginnt lieber auf der vierten Seite. Wenn der richtige Moment gekommen ist, kann man immer noch die erste Seite beschriften und einen guten ersten Eindruck erwecken.
Wie oft habe ich bei meinen Tagebüchern genau das gemacht.
Umgeblättert, lieber woanders anfangen.
Dabei waren es private Bücher, die niemand sonst in die Hand nahm, außer ich.
Ich wollte mich selbst beeindrucken. Aber warum eigentlich?
Nun, um zu zeigen, das ich etwas kann. Und wenn dieses Können nur darin besteht, eine weiße Seite in ein Kunstwerk zu verwandeln.
Seltsamerweise beginne ich heute direkt auf der ersten Seite. Vielleicht wird man mit zunehmendem Alter furchtlos?
Vielleicht weiß man mit 22, dass es unwichtig ist, sich über ein Notizbuch Gedanken zu machen.
Vielleicht weiß man aber auch mit 22, was man kann und was nicht.
Ich werde immer Tintenflecke in mein Notizbuch machen, auch auf der ersten Seite.
Ich werde in diesem Blog bestimmt viele Fehler machen und Einträge erstellen, die ich schneller löschen möchte, als es notwendig ist.
Aber ich sollte lernen, dass man gerade im Internet furchtloser sein muss, denn je.
Auf in ein neues Abenteuer!
Wie oft habe ich bei meinen Tagebüchern genau das gemacht.
Umgeblättert, lieber woanders anfangen.
Dabei waren es private Bücher, die niemand sonst in die Hand nahm, außer ich.
Ich wollte mich selbst beeindrucken. Aber warum eigentlich?
Nun, um zu zeigen, das ich etwas kann. Und wenn dieses Können nur darin besteht, eine weiße Seite in ein Kunstwerk zu verwandeln.
Seltsamerweise beginne ich heute direkt auf der ersten Seite. Vielleicht wird man mit zunehmendem Alter furchtlos?
Vielleicht weiß man mit 22, dass es unwichtig ist, sich über ein Notizbuch Gedanken zu machen.
Vielleicht weiß man aber auch mit 22, was man kann und was nicht.
Ich werde immer Tintenflecke in mein Notizbuch machen, auch auf der ersten Seite.
Ich werde in diesem Blog bestimmt viele Fehler machen und Einträge erstellen, die ich schneller löschen möchte, als es notwendig ist.
Aber ich sollte lernen, dass man gerade im Internet furchtloser sein muss, denn je.
Auf in ein neues Abenteuer!
Quelle: irgendwo von Tumblr, leider habe ich keine genaue Linkadresse!
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