Montag, 8. April 2013

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Tja, Ferien sind so eine Sache.
Eigentlich ganz nett, aber eigentlich auch langweilig.
Ich bin keine Frau, die zich Freundinnen hat und jeden Tag mit jemand anderem einen Kaffee trinkt.
Ich bin ziemlich langweilig. Mir genügt ein Tag mit einer großen Tasse Tee, einem Buch, Musik, wahlweise ein bisschen TV, etwas schönes Essen. Ich brauche keine große Konversation, ich brauche keine Dauerbespaßung von anderen Menschen.
Ich bin mir selbst genug.
Dann wiederum möchte ich mich mit jemandem unterhalten, mit dem Auto irgendwo hin fahren, ein paar Cafes besuchen, in fremde Gesichter lächeln.
Dann bin ich mir selbst genug, trotzdem gebe ich Menschen Platz in "meinem" Feld.

Bei meinen Eltern ist es schwierig. Sie sind einfach und unterfordern mich. Sie greifen mich an, meinen Freund, ich muss kämpfen mit Worten und weiß, dass ich sie nie überzeugen kann. Weder von mir noch von meinem Freund. Nun ja. Morgen fahre ich wieder nach Hause. Bei meinen Eltern bin ich nicht zu Hause. Hier bin ich ein Gast, der zu Besuch ist.

Ich freue mich auf meine Wohnung, auf mein Leben. Das nicht in das Observationsgebiet meiner Eltern fällt. Ich möchte nicht beurteilt werden für meinen Lebensstil, für meine Ansichten und erst Recht nicht für meinen Freund.

Eltern. Man bleibt eben immer das Kind. Auch mit 22.

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